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  Hundische Weihnachten
 
Hundische Weihnachten

Es war einen Tag vor Weihnachten. Die Tierpfleger kümmerten sich wie immer um die Tiere, die wohl höchst wahrscheinlich Weihnachten im Tierheim verbringen würden. Es war schlechte Stimmung im Tierheim. Eine Mischung aus Traurigkeit und Hoffnung ging von Zwinger zu Zwinger. Jeder wusste, dass heute noch ein paar Leute kommen würden um ein Tier zu holen. In einem Zwinger wartete ein kleiner goldbrauner Welpe Namens Anni. Obwohl Sie ein Mischling war, hatte Sie gute Chancen schnell wieder vermittelt zu werden. Sie hatte große braune Knopfaugen und sehr hübsche Zeichnungen an Hals und Pfoten. Das Tierheimtor wurde pünktlich um 9:00 Uhr geöffnet. Davor warteten bereits ein paar Leute auf den einlass. 2 Familien gingen gleich zum Katzengehege, eine andere zu den Kaninchen. Doch 2 Familien gingen wirklich zu den Hundekäfigen. Eine Familie stand vor dem Käfig von Rokko. Anni kannte ihn, weil er mal ihr Nachbar war. Er war ein Malteser und hoffte nun schon seit einem Jahr auf ein neues Zuhause. Die Familie wollte mit ihm Gassi gehen. Anni freute sich für ihn. Die andere Familie schlenderte durch die Gänge. Sie waren schon fast bei Annis Käfig. Anni wusste von Rokko genau was nun zu tun war; schön wedeln und ganz lieb wirken, Dackelblick aktivieren und etwas herzzerreißend jaulen. Die Familie schaute Anni lange an. Der kleine Junge steckte seine Hand durch das Gitter, Anni leckte sie ab, noch bevor die Mutter ihn wegziehen konnte. Die Pflegerin Monika kam und redete mit der Mutter und dem Vater. Sie erzählten über mich und meinen Preis. “Das ist uns ehrlich gesagt zu teuer” sagte der Vater und drehte sich um. Der Junge fing an zu weinen, ich jaulte bitterlich. So, das war’s. Mein erstes Weihnachten im Tierheim. Doch schon 10 Minuten später kam der Vater zurück und sagte zu Monika: “Wir haben es uns doch anders überlegt. Wir nehmen diesen Hund, meinem Sohn würde es das Herz brechen wenn wir ihn nicht nehmen würden.”. Monika war etwas überrascht, jedoch holte Sie mich sofort aus dem Zwinger und leinte mich an. Ich sprang den Vater an und Er nahm mich auf seinen Schoß. Wie schön das war! “Meine Familie ist schon losgefahren, weil Anni eine Überraschung für Jojo sein soll. Es hat mir fast das Herz gebrochen ihn so weinen zu sehen…” “Sie haben das richtige getan” sagte Monika entschlossen.

Als ich in meinem neuen Zuhause kam, rannte der kleine Joe auf mich zu und umarmte mich herzerweichend. Ich bin so froh, Weihnachten bei ihm verbringen zu dürfen!
 
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